General Edmund Allenby

Die stille Eroberung Jerusalems

England, 19. Jahrhundert. Es war Zeit ins Bett zu gehen, jedoch nicht ohne vorher noch zu beten, und so kniete sich der kleine Edmund neben seiner Mutter am Bett nieder, um zu beten. Sie machten das eigentlich schon immer so; erst las sie ihm aus der Bibel vor, dann beteten sie gemeinsam und dann ging er schlafen. Neben dem Gebet für seine Verwandten und Freunde, bewegte ihn im Laufe der Zeit immer mehr die Geschichte Jerusalems, die Stadt Davids, die Stadt Gottes. Er wusste von der Vertreibung des Volkes Gottes aus Jerusalem und über die Verheißung, das es eines Tages wieder dorthin zurückkommen würde. In jener Zeit fand in England eine große Erweckung statt, aus der unter anderem auch die Liebe zum jüdischen Volk und der Nation Israel wuchs. Der kleine Edmund betete jeden Abend unermüdlich für das Volk Gottes und die Wiederherstellung Jerusalems und so wurde der Psalm 112:6 zu dem  Gebet seiner Kindheit:

„Bittet für den Frieden Jerusalems! Es soll denen wohlgehen, die dich lieben!„

Niemand hätte damals wohl daran gedacht, dass dieser Junge einmal der „Befreier Jerusalems“ genannt werden würde. Sein Name: Edmund Henry Hynman Allenby.

 

Vom Jungen zum Soldaten

Nach seiner Schulausbildung, begann er eine militärische Laufbahn, die ihn auf mehrere Kriegsschauplätze führte.  Im Laufe der Zeit wurde er zum General und später auch zum Kommandeur der britischen Truppen in Ägypten (Egyptian Expeditionary Force (EEF)). Er war bekannt für seine Rauheit und sein Temperament, was ihm den Spitznamen „Bulle“ einbrachte. Genauso war er aber auch bekannt dafür, dass er vor jeder größeren Schlacht die Oberbefehlshaber  vor sich versammelte, um gemeinsam mit ihnen zu beten. Er hatte immer noch ein Herz, das sich demütig vor seinem Gott beugen konnte und ihn im Gebet suchte.

 

Einzug in Jerusalem

Darum zog der spätere Feldmarschall am 9. Dezember 1917 auch zu Fuß anstatt auf dem Pferd durch das Jaffa Tor in die Jerusalem ein, aus Respekt gegenüber seinem Herrn, Jesus Christus, der rund 2000 Jahre zuvor auf einem Esel in die Heilige Stadt einzog. Und so nahm er, ohne auch nur einen einzigen Schuss abzugeben, die Stadt ein. Doch wie konnte das geschehen? Wieso gaben die Türken kampflos auf und türmten teilweise aus der Stadt? Der Schlüssel ist wieder mal das Gebet! Als General Allenby vor den Toren Jerusalems angekommen war, schrieb er dem englischen König, dass er nicht auf die Stadt schießen und sie zerstören wolle, denn sie ist Heilig. Darum fragte er den König um Rat: „Was soll ich tun?“. Die Antwort, die Allenby vom König bekam war kurz und knapp: „Bete!“

 

Eine Göttliche Fügung

Allenby betete und bekam eine Inspiration; er ließ jede Menge Flyer drucken und sie dann von den Flugzeugen über Jerusalem abwerfen. Auf den Flyern stand der Text etwa in folgender Art: „Verlasst sofort Jerusalem!“ und war unterschrieben mit „General Allenby“. Als die Flyer nun „vom Himmel herab“ fielen, lasen die Türken den Namen „Allenby“, den sie in arabischen Lettern als „Allah bin“ (Sohn Allahs) oder auch „Allah Nabi“ (Prophet Allahs) verstanden, der jetzt kommt um über sie zu richten. Sie verließen die Stadt so schnell sie nur konnten. Als General Allenby mit seinen Soldaten dort eintraf konnte er ohne einen Tropfen Blut zu vergießen und ohne einen einzigen Schuss abzugeben, einfach dort einmarschieren und die Stadt einnehmen.

Gott hatte so dafür gesorgt, dass die 400 Jahre ottomanische Herrschaft vorbei waren und der Wiederaufbau Jerusalems beginnen konnte.

Quellen und Links

https://de.wikipedia.org/wiki/Edmund_Allenby,_1._Viscount_Allenby

http://www.sporeas.gr/Jerusalem%20in%20German.htm

http://www.mb.com.ph/nightly-childhood-prayer-for-jerusalem/

http://www.oocities.org/hebrew_roots/html/hr-1-5-08.html

image_pdfimage_print